Ganz spontan fuhr ich mit meiner Lieblingstschechin Helena übers Wochenende nach Prag. Sie fungierte als Tourguide und Sprachführerin. Wie schön war es mich ganz auf die Stadt einzulassen und die verschiedenen Eindrücke auf mich wirken zu lassen.
Wir begannen unsere Stadttour wie alle Touristen in der Altstadt. Zuerst schauten wir uns das Prager Gemeindehaus (Obecní dům) mit seinen wunderschönen Art déco
Glasfenstern an. Das Glockenspiel Prager Rathausuhr (Pražský orloj) dauert zwar nur 25 Sekunden, darf aber nicht fehlen -das dachten sich auch Hunderte andere Touristen, die sich mit uns am Turm drängten. Über eine der vielen Brücken liefen wir auf die andere Seite der Moldau zur Prager Burg.
Die Bibliothek des Klosters Strahov ist eine echte Schatzkammer, aber leider auch überteuert. Ein Besuch in den heiligen Hallen mit unzähligen Büchern lohnt sich trotzdem. Der erste Raum erinnert an Hogwarts und halb erwartete ich, dass eins der Bücher herausfliegen würde. Hier hätte ich mich gerne zum Schmökern niedergelassen.
Ein Spaziergang über die Karlsbrücke ist
auch Pflicht. Zwischen den Massen wird man über die Brücke geschoben, vorbei an zahlreichen Straßenkünstern, die mal mehr und mal weniger akurate Portraits von zahlenden Touristen anfertigen. Der Ausblick auf die Stadt, die sich an die Ufer drängt lohnt sich.
Im Viertel Prag 7 besuchten wir Vnitroblock. In einer urigen Lagerhalle befindet sich ein Laden mit Klamotten von angesagten Designern und schönen Dingen, die das tägliche Leben schöner machen. Es gibt auch eine kleine Gallerie, die Werke von Marek Kolář zeigte, und dazwischen diverse Sitzgelegenheiten der Café / Bar. Oben findet sich ein Tanzstudio. Alles, was das Hipsterherz begehrt unter einem Dach. Hier erholten wir uns und blätterten in einem tchechischen Kinderbuch, das von einem Pinguin handelt, der nicht schwimmen konnte.
In der Nacht war es deutlich ruhiger im Stadtzentrum, aber es war doch noch recht viel los. Golden spiegelten sich die Lichter der Stadt im Wasser der Moldau und ich bekan eine Ahnung woher der Kosename der Tchechen für ihre Stadt seinen Ursprung hat.
Mein letztes Feinschmeckerabenteuer in Peru ist schon viel zu lange her. Bei der Suche nach einem passenden Restaurant für das Abendessen fand Helena ein echtes Goldstück. Wir gingen ins SaSaZu, das versteckt hinter einer Markthalle auf einem verlassenen Gelände mit urigen Lagerhallen liegt. Obwohl wir gerade
erst online reserviert hatten und eigentlich kein Tisch zu haben war, fand sich doch noch ein Plätzchen für uns. Das Restaurant ist zwar recht weitläufig, aber es wirkte dennoch sehr einladend mit gedämpftem warmem Licht und vielen Nischen. Die Küche bietet eine elegante Fusion der verschiedenen asiatischen Köstlichkeiten. Schon die Cocktailkarte weckte unsere Neugier. Der süße Teez Basil kam recht unschuldig mit Mango und Basilikum daher, die den Wodka versteckten. Der Gin Lavender war mit Thymian schon extravaganter. Aber beide waren umwerfend lecker.
Green papaya salad mochte ich schon immer. Diese Variante hatte eine deutliche Ingwernote, eine sehr unaufdringliche Schärfe und ein knuspriges Extra mit Cashews und Röstzwiebeln. Das war wohl mein bisher bester Green papaya salad! Das Red Thai Curry war unglaublich mild und cremig. Genau richtig und sehr lecker. Als Hauptgericht fiel die Tamarind Duck im Vergleich eher etwas dürftig aus. Denoch war die zarte Entenbrust mit Bandnudeln und Honig-Tamaridensauce dazu ein Gedicht.
Ein traumhaftes Abendessen!
Vielen Dank an Betty, die uns ihre Wohnung überlassen hat und an Helena, die mich mit dieser zauberhaften Stadt bekannt gemacht hat! Dĕkuji pĕknĕ!
Wir wollten uns nicht festlegen und haben meistens am Vortag entschieden, wo wir schlafen wollen. Neben ein paar Hostels, kamen wir auch in bei Farmstays unter.
Mein persönliches Highlight war die Gletscherlagune Jökulsárlón. Hier weicht die Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull immer weiter zurück und bildet die stetig wachsende Lagune, in der die abgebrochenen Eisbrocken herumdümpeln, bevor sie ins Meer hinausschwimmen. Trotz dichter Wolkendecke, die die Sonne nicht einmal erahnen ließ, leuchtete das dicke Eis in einem magischen Blau. So unwirklich wie auf den Fotos war es auch anzusehen. Ab und an kracht und knackt es, ein Eisblock treibt gemächlich vorbei Richtung Meer, andere Eisbrocken liegen träge am Ufer wie ein gestrandeter Wal. Unglaublich!
Hier gibt es auch die Alternative zur Blue Lagoon, das Myvatn Nature Bath. Wir kamen erst nach Sonnenuntergang und konnten den Anblick leider nicht bei Tageslicht bewundern. Es kostete einige Überwindung im Bikini rauszugehen, ein paar Meter bei 3°C kommen einem da schon schrecklich lang vor, aber das Wasser war traumhaft warm. Wir ließen uns treiben und beobachteten die Nordlichter. In der Nacht flimmerten vor unserer Unterkunft die Nordlichter in allen Farben.
schiebe sie noch etwas vor mir her.
Wegabschnitt führte an der südöstlichen Küste entlang. Immer wieder boten sich Ausblicke auf den Leuchturm und felsige Buchten, die an den
dieses Camp liegt in einer schönen Bucht und wir machten eine lange Mittagspause. Der Weg zu unserem Schlafplatz in der Sealers Cove führte uns an tollen Aussichten vorbei durch den Wald und an der Küste entlang. Am Abend besuchten uns zwei Possums, die wohl den benachbarten Baum bewohnen. Glücklicherweise haben sie sich in der Nacht nicht an unseren Rucksäcken oder Vorräten vergriffen, dennoch bin ich immer wieder von den nächtlichen Geräuschen aufgeschreckt.
An diesem Wochenende fand auch die Royal Canberra Show statt. Auf dem weitläufigen Gelände gab es einen Rummel, Hallen mit Ausstellungen zu verschiedenen Handarbeiten und Hobbies, sowie Haushalt. Bei den Backwettbewerben waren aufwendige Torten ausgestellt. Außerdem gab es alles rund um das Farmleben mit Wettbewerben im Holzhacken, ein Schweinewettrennen, drollige Tierbabies, Hunde-, Katzen- und auch Meerschweinchenshows.
Ein Besuch im Parliament House darf natürlich nicht fehlen. Einen schönen Blick über die weitläufige Stadt bietet sich vom grünen Dach des Parlaments. Wenn man Kamera und Handy abgibt, kann man bei den Sitzungen zuschauen. Vielleicht beim nächsten Mal…
Mit der Fähre setzten wir über nach Raymond Island. Bisher hatte ich schon den ein oder anderen Koala von Weitem in den Bäumen gesehen, wenn wir nach ihnen Ausschau gehalten hatten. Aber Raymond Island ist das Paradies um Koala in freier Wildbahn zu besuchen. Die Population ist so groß, dass man nicht lange suchen muß um einen in den Bäumen zu entdecken.
Durch den Busch wanderten wir auf Trampelpfaden zu den Felswänden des Butterbox canyons. Wir stiegen in die Wetsuits und dann ging´s los mit dem ersten Abseilen. Da war ich schon arg nervös, das letzte Klettern war schon eine ganze Weile her. Aber die Jungs waren ganz entspannt, geduldig und routiniert. So stiegen wir immer weiter hinab in die Tiefe. Wir seilten uns neben Wasserfällen ab, stiegen über Felsblöcke oder schwammen ein paar Meter. Eine der Etappen sah doch recht tief aus, ich seilte mich unbeholfen über mehrere größere Stufen ab. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es gleich mit dem nächsten Abseilen weiter, unterhalb der kleinen Plattform kam erstmal viel dunkles Nichts. Doch dann fand ich mich direkt neben einem Wasserfall wieder, der von oben nicht sichtbar war. Ein atemberaubender Anblick! Weiter unten bekam ich noch eine Dusche im nächsten kleinen Wasserfall, bis ich sicher unten ankam. Bis zum Ausgang waren es nun nur noch ein paar Meter zu schwimmen und ein Sprung ins kalte Naß aus 3 Metern. 
zum halben Preis verkauft. Am Morgen werden jedoch im Box Office der Oper jeweils 10 günstige Stehplätze vergeben. Wir bekamen den Tipp in einer der Sydney-Broschüren nach einem Gutschein zu suchen und so entschieden wir uns für die Vorstellung des Barbier von Sevilla am Samstagabend mit anständigen Sitzplätzen. Es war eine farbenfrohe Inszenierung, die trotz fehlender Untertitel halbwegs verständlich war. Der Figaro trällerte seine bekannte Arie, während er lässig die Kundschaft in seinem Salon bediente.
Ab ins kalte Wasser. Gestern war ich nur mit den Füssen im Wasser, da war’s mir viel zu kalt zum Baden. Heute kommt es mir gar nicht so kalt vor. Ab ins Wasser zu den Delfinen. Ich summe und singe hohe Töne, dabei hoffe ich dass ich die Delfine mit meinen seltsamen Geräuschen neugierig mache und mich niemand anderes hören kann. Da kommen auch schon einige Delfine an mir vorbeigeschwommen. Plötzlich kommen sie von allen Seiten, mal langsamer und schauen mich an, mal schwimmen sie nur an mir vorbei. Einige schwimmen neugierig mit mir im Kreis. Es ist unglaublich! Inmitten von hunderten Delfinen!
