Da wir den gleichen Weg Richtung Melbourne einschlugen, mieteten Marion und ich ein Auto und fuhren gemeinsam Richtung Süden. Ich besorgte mir einen neuen Schlafsack und wir übernachteten abwechselnd im Zelt oder in Hostels.
Noch besser trafen wir es in der Jervis Bay. Wir folgten der Karte und bogen in eine Straße voller kleiner Wochenendhäuscher. Und schon waren wir da, unser Heim für die nächsten 2 Tage. Bob, einer der Feuerwehrmänner, die mit uns in den Blue Mountains waren, hatte uns sein Feriendomizil überlassen. Ein ungewohnter Backpacker-Luxus! Eine eigene Küche, 2 Schlafzimmer und eine Terrasse mit Blick in den Garten.
Ganz in der Nähe liegt der Hyams Beach. Dieser hat den wohl weltweit weißesten Sand. Leider kam die Sonne nicht gegen die dichte Wolkendecke an, daher wirkte der Sand eher gräulich. Schön war es trotzdem. Das Meer schimmerte türkis, in der Ferne steht ein Leuchtturm. Über dem Ort auf der gegenüberliegenden Halbinsel leuchtete ein Regenbogen. Da es kaum Schatten gab, war es bei wolkenverhangenem Wetter zumindest eher auszuhalten.
Von Canberra hatte ich nicht viel Gutes gehört. Die Hauptstadt und Regierungssitz ist geprägt von langen Wegen, ausladenden Straßen und viel massivem Beton. Da Marion jemanden besuchte, erkundete ich die Stadt allein und war positiv überrascht.
Jeden Sonntag findet der Old Bus Depot Market statt. Der Markt in den großen Industriehallen war genau nach meinem Geschmack. Neben viele Häppchen, die man an jeder Ecke probierne kann, gab es viele schöne Kleinigkeiten wie Handarbeiten, Schmuck, Dekorationen, Blumen, Kunst und Krempel.
An diesem Wochenende fand auch die Royal Canberra Show statt. Auf dem weitläufigen Gelände gab es einen Rummel, Hallen mit Ausstellungen zu verschiedenen Handarbeiten und Hobbies, sowie Haushalt. Bei den Backwettbewerben waren aufwendige Torten ausgestellt. Außerdem gab es alles rund um das Farmleben mit Wettbewerben im Holzhacken, ein Schweinewettrennen, drollige Tierbabies, Hunde-, Katzen- und auch Meerschweinchenshows.
Ein Besuch im Parliament House darf natürlich nicht fehlen. Einen schönen Blick über die weitläufige Stadt bietet sich vom grünen Dach des Parlaments. Wenn man Kamera und Handy abgibt, kann man bei den Sitzungen zuschauen. Vielleicht beim nächsten Mal…

In Tathra beobachteten wir die Angler und die großen Rochen, die die Reste der Fische fraßen.
In Merimbula probierten wir die hiesigen Austern. Das letzte Mal war schon etwas her, aber sie schmeckten mir besser als in Chile. Vielleicht lag es auch daran, dass die Überwindung nicht mehr ganz so groß war.
In der Nähe von Genoa fanden wir einen gratis Campingplatz. Er war überraschend groß und gut besucht. Im Bad wohneten zwei große Spinnen und die Duschen funktionierten leider nicht. Seltsamerweise empfing ich im Zelt Wifi – Danke unbekannter Camper.
Mit der Fähre setzten wir über nach Raymond Island. Bisher hatte ich schon den ein oder anderen Koala von Weitem in den Bäumen gesehen, wenn wir nach ihnen Ausschau gehalten hatten. Aber Raymond Island ist das Paradies um Koala in freier Wildbahn zu besuchen. Die Population ist so groß, dass man nicht lange suchen muß um einen in den Bäumen zu entdecken.