Das schöne am Reisen sind die vielen Bekanntschaften. Von Mitreisenenden hört man immer wieder abenteuerliche Stories. Wie viel Wahrheit noch dahinter steckt, ist schwer zu sagen. Eine der Geschichten fand ich so witzig, dass ich sie mit euch teilen möchte.
Zwei amerikanische Jungs sind in Rio de Janeiro feiern und laufen nachts, hackedicht, durch die Straßen. Da kann man schon fast erwarten überfallen zu werden. Und so kam es dann auch. Zwei Brasilianer bedrohten sie, nahmen ihnen die Brieftaschen ab und verschwanden hinter der nächsten Straßenecke. Dort stellten sie wohl fest, dass beide Geldbeutel komplett leer waren, nicht mal Kreditkarten fanden sie darin. Da kehrten sie wieder um und luden die beiden Amis, die ja offensichtlich noch ärmer dran sind als sie selbst, zu sich nach Hause ein. Dort tranken sie gemeinsam weiter…
Als ich nach Brasilien reiste, habe ich schon fast damit gerechnet irgendwann überfallen zu werden, oder dass zumindestens mein Handy geklaut wird. Ob man will oder nicht, hat doch jeder seine Vorurteile gegenüber unbekannten Ländern, die meist nicht viel mit der Realität zu tun haben. Es mag wohl stimmen, dass man in Brasilien umsichtiger und bisweilen vorsichtiger sein sollte als in anderen Ländern, aber das sollte auf keinen Fall davon abhalten dieses faszinierende Land mit seinen gastfreundlichen Bewohnern zu besuchen. Ich erlebte eine wundervolle Zeit in Brasilien und möchte noch viel mehr von diesem farbenfrohen Land kennenlernen.
Im letzten Jahr war ich auch nur kurz hier und sah mir die größten Touristenatraktionen an. Der Christus, die wunderschöne bunt geflieste Treppe in Santa Theresa und der Sonnenuntergang über dem Zuckerhut.
in die Favela Vidigal hinaufgeholpert war, wurde ich mit einer tollen Aussicht vom Hostel über Ipanema belohnt und von Wesley empfangen. Das Hostel ist noch geschlossen und wird erst in einigen Wochen eröffnet. Gabriella hatte organisiert, dass ich hier bleiben darf, als einziger Gast, aber in angenehmer Gesellschaft.






Açai ist mein ganz besonderer Liebling. Die tiefblaue Beere wächst auf einer hohen Palme. Für die Ernte muss die Palme erschwerlich beklettert werden. Die Brasilianer lieben ihr Açai und essen es am liebsten geeist mit Müsli zum Frühstück oder als Eis.
Frage ob ich denn die Nuss einfach so essen kann. Auch mit meinen eingeschränkten Portugiesischkenntnissen war das unmißverständlich.









Bei der Wanderung durch den Dschungel zeigte uns der Guide wie man einen Unterstand, eine Matte oder eine Handtasche aus Blättern bastelt. Er demonstrierte uns eine ganze Reihe nützlicher Pflanzen und Bäume. Wir schnupperten an Rosenholz und kauten ein Stück bitteres Holz des Chinarindenbaums aus dem Chinin gewonnen wird. Wir beobachten Totenkopfaffen, die von Baum zu Baum sprangen. Die 24-Stunden-Ameise (Paraponera clavata, engl. Bullet Ant) gehört zu den größten Ameisen der Welt und ihr Stich wird als der schmerzhafteste Insektenstich bezeichnet. Eine andere Ameisenart wirkt auf der Haut zerrieben wie ein natürliches Repellent.





