Mittelpunkt der Erde

IMG_1411Ich landete am frühen Abend in Quito und so war mein erster Eindruck von der höchsten Hauptstadt der Welt, auf 2850 Höhenmetern, die wunderbare Aussicht auf die Altstadt, die sich vor der Dachterrasse des Hostels ausbreitete. Da es abends in der Stadt nicht besonders sicher ist und wir keine Lust hatten überall mit dem Taxi hinzufahren, verbrachten wir die nächsten Abende auf eben dieser Terrasse in wechselnder Gesellschaft.

SAM_373320 Kilometer außerhalb der Stadt verläuft der Äquator. Der historische 1736 von Charles Marie de La Condemine, einem Franzosen, gemessene Äquator ist hauptsächlich eine Touristenatraktion mit kleinen Museen und Geschäften. Wir sparten uns das Eintrittsgeld und gingen die etwa 300 Meter zum offiziellen mit GPS gemessenen Äquator. Dort besuchten wir das Museo Intiñan. Zur Demonstration der am Äquator herrschenden Kräfte werden einige unterhaltsame Versuche demonstriert. Es ist gar nicht so schwer auf dem Äquator ein rohes Ei auf einem Nagel zu balancieren.

SAM_3766Oben in der Basilica del Voto Nacional gibt es ein hübsches Café. Nicole und ich gönnten uns bei der schönen Aussicht über die Altstadt Quitos einen Kaffee und Empanadas, aber es gibt auch Hamburger und Bier.

SAM_9039

Naranjilla

Bei der Stadttour traf ich drei bekannte Deutsche wieder, die ich in verschiedenen Orten in Peru kennengelernt hatte. Auf dem Markt tranken wir Saft der Naranjilla (in Kolumbien auch Lulo genannt) und probierten landestypische Süßigkeiten wie Kokoschips mit Zimt und Bananenchips.

Wir sahen uns den montäglichen Wachenwechsel am Präsidentenpalast an. Die Plaza SAM_3777Independencia (auch Plaza Grande) war bevölkert von Einheimischen und Touristen, die dem Spektakel beiwohnten. Der aktuelle Präsident Rafael Correa, der wenn möglich mit dabei ist, stand mit seinen Bodyguards und anderen wichtigen Leuten auf dem Balkon des Palacio del Gobierno und winkte den Zuschauern. Dazu spielte das Gardeorchester die ecuadorianische Nationalhymne.

SAM_3701

Wissenswertes: In Ecuador wird Benzin bei privater Nutzung subventioniert und war teilweise günstiger als abgefülltes Trinkwasser.

Mitten in den Nebelwäldern

Ich traf Nicole in Quito wieder und fuhr mit ihr nach Mindo. Schon unterwegs bot sich eine tolle Aussicht auf die Nebelwälder, die den kleinen verschlafenen Ort umgeben.

SAM_3652

Ladyslipper

SAM_3630Im Orchideengarten wurden uns unzählige verschiedene Orchideen und andere farbenfrohe exotische Pflanzen präsentiert. Danach beobachteten wir die verschiedenen Kolibris, die die Futterstellen umschwirren. Wenn sie dicht an meinem Ohr vorbeiflogen, klang es wie ein kleiner Hubschrauber.

Wir besuchten den kleinen Schokoladenhersteller Quetzal mit angeschlossenem Restaurant. Auf der Führung probierten wir alle Stadien der Schokolade. Wir probierten das süße weiße Fruchtfleisch der Kakaofrucht, die gerösteten Stückchen der Kakaobohne und die bitter-säuerliche 100%ige Schokoladencreme. Der Brownie zum Schluss war umwerfend.

IMG_1120Auf einer Schmetterlingsfarm ließen sich Schmetterlinge in all ihren Lebensstadien beobachten. Sie werden mit überreifen Bananen gefüttert undIMG_0978 lassen sich auch auf die Hand nehmen. Wir verbrachten viel Zeit umschwirrt von den verschiedenen Schmetterlingen.
Der große Eulenfalter (noctuidae) und der leuchtendblaue Himmelsfalter (Morpho peleides) waren die beeindruckensten.IMG_1108 - Kopie

IMG_1287Mit einer kleinen Seilbahn, der Tarabita, fuhren wir über den Nebelwald zu den Wasserfällen. Über einen gewundenen hübschen Pfad gelangten wir zu verschiedenen kleinen Wasserfällen.
Wir machten ein kleines Picknick mit Empanadas, Granadillas und Maracujas neben einem rauschenden Wasserfall, die Füsse noch nass vom eisigen Wasser. Die Sonne schielte hier und dort durch das dichte Blätterdach. Durch die frische duftende Luft flogen bunte Schmetterlinge und dunkelblau schimmernde Libellen. In die Stadt zurück fuhren wir auf der Ladefläche eines Taxis und konnten mit dem Fahrtwind im Gesicht viel besser die Aussicht genießen.IMG_1321

An Bord der Eden

IMG_0676Direkt nach meiner Ankunft in Puerto Ayora, noch bevor ich mir ein Zimmer suchte, klapperte ich die zahlreichen Reisebüros ab. Von vielen Reisenden hatte ich gehört, es sei sehr viel günstiger vor Ort eine Kreuzfahrt zu organisieren. Das Angebot war groß und verwirrend, es gibt die verschiedensten Routen und Boote.

Ich entschied mich für eine Route um die Isla Isabela, die von Allem etwas bieten sollte. In ein paar Tagen sollte es von der Isla San Cristóbal aus auf der luxeriösen Yacht Eden losgehen.

Da die anderen Passagiere mit unserem Guide David vom Flughafen kommen sollten, war verabredet, dass ich vom Pier abgeholt werde. Da sich das Beiboot nicht blicken ließ, bot sich ein anderes Boot als Taxi an. Die erste Begrüßung an IMG_0884Bord viel etwas frostig aus, da die Crew mich erst später erwartet hatte. Ich bekam eine hübsche Doppelkabine mit Bad für mich allein. Da ich die Erste war, konnte ich noch einen Plausch mit dem Kapitän halten und mit der Crew Fussball gucken. Weil ich wohl so hungrig aussah, wurde ich mit Oreokeksen und einem Glas Milch versorgt. An diesen Service kann ich mich gewöhnen!IMG_9925
Zum Mittagessen lernte ich meine Mitreisenden kennen und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Für die ersten Tage bestand unsere Gruppe aus Victor und Susan aus Ohio, Jane und Lisa aus Kanada, Sonny und Tochter Sarah aus Atlanta, Angela und Chris aus Neuseeland, Paul aus London und mir.

IMG_9946Schon beim ersten Landgang auf der Isla Lobos, brach unser Guide David die Regeln des Nationalparks, die Tiere nicht zu stören oder ihnen zu nahe zu kommen, und vertrieb einen stattlichen Seelöwenbullen, der sich auf dem Anleger breitmachte. Ein Blaufußtölpel posierte geduldig auf einem Stein für uns. Die leuchtend hellblauen Füße sehen aus, als hätte sie jemand angemalt. Als wir die Insel verlassen wollten, hatte sich der Bulle wieder auf dem Steg niedergelassen.IMG_0049
Während der Fahrt begleitete uns regelmäßig eine Gruppe Fregattvögel. IMG_0941Die Männchen haben einen leuchtend roten Kehlsack, den sie aufblasen um die Weibchen zu beeindrucken.

Am nächsten Morgen gab es Seelöwen schon zum Frühstück, also vor dem Fenster auf der Isla Santa Fe. Ein wunderbarer Start in den Tag! Am Strand beobachteten wir die spielenden jungen Seelöwen und die trägen älteren.IMG_0127

IMG_0161Danach fuhren wir zum Schnorcheln zur Isla Plaza Sur. Dort begleitete uns eine ganze Gruppe neugieriger Seelöwen unter Wasser und schwamm neugierig um uns herum. Ein riesiger Bulle tauchte unter mir ab und gab ein tiefes unheimliches Brummen von sich. Auf der Insel beobachteten wir die dicken Landleguane.

Den dritten Tag verbrachten wir in Puerto Ayora auf Santa Cruz und unsere Gruppe erweiterte sich um eine vierköpfige Familie aus Dänemark. Den ganzen Tag über an Land hatte ich das Gefühl zu schwanken.

IMG_0696

Galápagosscharben

Auf der Isla Isabela, der größten der Inseln, machten wir in den nächsten Tagen mehrmals Halt zum Schnorcheln und sahen uns die Insel an. Hier leben die Galápagospinguine, die am weitesten nördlich lebenden Pinguine der Welt. Auch beim Schnorcheln sauste einer der flinken Burschen an mir vorbei. Ein Ausflug zum Punto moreno führte über ein Lavafeld. Auf der Insel gibt es aktive Vulkane, der größte war zuletzt vor drei Wochen ausgebrochen. In einer Lagune sichteten wir Flamingos. Ich beobachtete eine Galápagosscharbe, einen
nichtflugfähigen Vogel, beim Tauchen auf der Suche nach Nahrung.

IMG_0537In der Elisabeth Bay fuhren wir mit dem Beiboot in den Mangrovenwald und sichteten eine Gruppe von gefleckten und goldenen Rochen, die nahe der Wasseroberfläche an uns vorbeischwamm. Wenn sie ihre Flossen aus dem Wasser strecken, scheint es, als würden sie winken. David unser Guide war ganz aus dem Häuschen, da auch er hier noch nie so viele Rochen auf einmal gesehen hatte. Ab un zu reckte eine Schildkröte den Kopf aus dem Wasser um Luft zu holen und tauchte dann wieder ab.IMG_0858

Unterwegs konnten wir von der Yacht aus einige Wale beobachten. Die gesamte IMG_0726Besatzung hielt gespannt mit uns Ausschau. Zumindest ein paar von ihnen machten sich einen Spaß daraus immer wieder „Dort!!!“ zu rufen. Einige Rochen sahen wir auch, wenn sie ihre silberglänzenden Flossen aus dem Wasser streckten.

Meistens navigierten wir nachts oder nach dem Essen. Ab und an schaukelte es schon recht heftig. Wenn der Seegang besonders stark war, verschwanden wir Landratten gleich nach dem Abendessen in den Kabinen. Insgesamt war es auszuhalten, aber es war eine weise Entscheidung ein größeres Boot zu wählen.

IMG_0826Auf der Isla Santiago konnten wir einige Galápagos-Seebären (auch Pelzrobbe) beobachten. Auf den ersten Blick sehen sie kaum anders aus als die Seelöwen, haben aber ein längeres Fell, kürzere Schnauzen und sind insgesamt kleiner. Sie sind niedlich, aber ihr Gesicht erinnert mich ein wenig an eine Ratte. Die Seelöwen finde ich hübscher und ich wurde nicht müde sie immer wieder zu fotografieren.

IMG_0894Am letzten Morgen landeten wir gleich nach dem Sonnenaufgang auf der Isla Seymour. Nur die Hälfte der Gruppe war aus dem Bett gekommen, aber es war einer der schönsten Landgänge. Die ganze Insel war bevölkert mit Blaufußtölpeln, die beim Balzen interessante Pfeiftöne von sich gaben, und Fregattvögeln in rauen Mengen und allen Altersgruppen.

Natürlich wohnen auch hier einige Seelöwen. Wir schauten zu wie ein schon recht großes Junges bei der Mutter trank und genüßlich schmatzte. Oftmals ist der Nachwuchs zu faul um sich selbst Nahrung zu suchen, auch wenn er schon groß genug ist und schon längst der nächste Nachkomme da ist. Als das Muttertier genug hatte, wackelte es davon und das Jungtier lief ihr laut blökend hinterher.

IMG_0907Während wir auf das Beiboot warteten, beobachteten wir ein Paar Blaufußtölpel bei einem ausgewachsenen ehelichen Streit. Sie verschönerte das Nest und er stand nur faul rum. Da hat sie ihm die Meinung gegeigt, ließ in stehen und ging mit einer Freundin aus.

Ein herrlicher Morgen!

IMG_0886 Die Woche ging viel zu schnell vorbei und es war komisch alle am Flughafen zu verabschieden. Ich blieb noch eine Nacht in Puerto Ayora. Den gesamten Tag lang schwankte die Erde und da war kein Alkohol im Spiel. Schon nach wenigen Stunden kam mir die gesamte letzte Woche wie ein wundervoller Traum vor. Ich kann kaum glauben, dass ich das alles wirklich erlebt und gesehen habe.

Dies ist nur eine Zusammenfassung der Höhepunkte dieses Abenteuers. Es gab noch so viel mehr zu sehen, die vielen fantastischen Eindrücke lassen sich nicht annähernd in Worte fassen. Schon allein die vielfältige Pflanzenwelt der Galápagosinseln ist beeindruckend. Es gibt da einen Baum, dessen Beeren als Haargel oder Klebstoff verwendet werden.

Mit großen Erwartungen im Gepäck reiste ich zu den Galápagosinseln und sie wurden weit übertroffen. Falls ihr überlegt eine Reise in dieses Wunderland zu unternehmen, dann zögert nicht länger! Es lohnt sich!

IMG_0369

Wunderland Galápagos

IMG_0860 Es ist relativ einfach die Inseln ohne Kreuzfahrt oder Tour zu besuchen. Die drei bewohnten Hauptinseln sind Isla Santa Cruz, Isla San Cristóbal und Isla Isabela. Nach Santa Cruz und San Cristóbal gibt es Flüge vom Festland aus Quito und Guayaquil. Zwischen den Inseln fahren Fähren und es gibt sogar Flüge.
Die Auswahl an Unterkünften ist groß und es gibt Zimmer für den gleichen Preis wie auf dem Festland. Viele Aktivitäten sind umsonst oder preisgünstig auf eigene Faust möglich. Außerdem gibt es ein großes Angebot an Tagestouren, die allerdings gesalzene Preise haben.

IMG_9623

Rote Klippenkrabbe

Als ich vom Flughafen von der Insel Baltra mit der Fähre nach Santa Cruz übersetzte, sah ich auf einer Boje dösend, den ersten Seelöwen. In den folgenden Tagen sollte ich noch viele mehr sehen. Ab und an bin ich fast über einen gestolpert.
Die ersten Tage verbrachte ich in Puerto Ayora auf der Isla Santa Cruz. Es ist die größte Stadt der Galápagosinseln. Jeder Galápagostourist kommt unweigerlich hierher. Dementsprechend sind die Preise gehoben, auch im Vergleich zu den anderen Inseln. Da die meisten Produkte vom Festland kommen, ist hier alles etwas teurer. In den Nebenstraßen gibt es dennoch Restaurants mit günstigen Tagesangeboten.

Nicole aus Maine hatte ich schon in Bolivien kennengelernt, nachdem wir uns in Cusco wiedergesehen hatten, verbrachten wir nun einige Tage zusammen auf den Inseln.

IMG_9614IMG_9610Nach einem Spaziergang durch die Stadt und über einen hübschen Weg durchs Grüne, gelangt man zur Bahia Tortuga, der Schildkrötenbucht. Von
dem wunderschönen weißen Sandstrand aus lassen sich die Surfer beobachten. Dahinter liegt ein kleinerer Strand, der von Mangroven umgeben und besser zum Schwimmen geeignet ist. Zwischen den Stränden liegen die Meerechsen in der Sonne.

IMG_0298Der Fischmarkt ist ein ganz besonderes Highlight in der Stadt. Er besteht eigentlich nur aus einem Tresen und nicht mehr als einer Handvoll Verkäuferinnen. Neben einer Marktfrau reckt ein frecher Seelöwe seine Schnauze Richtung Fisch und kommt dem Messer gefährlich nahe. Ein kleiner Seelöwe schleicht um die Frauen herum. Weiter hinten wartet eine Gruppe Pelikane. Wenn ein Fisch verkauft und zugeschnitten wird, wirft die Verkäuferin die Reste hinter sich zu den Pelikanen, die sich darauf stürzen und erbittert darum kämpften.

IMG_0339In der Charles-Darwin-Forschungsstation kann man Landschildkröten in verschiedenen Größen beobachten. Sie werden hier aufgezogen um den Bestand der bedrohten Arten zu erhöhen.

IMG_0319Im El Chato Tortoise Reserve leben die Riesenschildkröten in freier Wildbahn. Ich hatte nie darüber nachgedacht, war aber überrascht zu erfahren dass die Wirbelsäule einer Schildkröte mit ihrem Panzer verwachsen ist. So ein Panzer ist auch verdammt schwer, kein Wunder dass sich Schildkröten nur so langsam fortbewegen.

Abends kann man gemütlich bei einem Bier vom Pier aus im Wasser Seelöwen und Haie beobachten.

IMG_9872Mit einem Schnellboot fuhren wir nach Puerto Baquerizo Moreno auf der Isla San Cristóbal. Die Überfahrt holprig zu nennen, wäre untertrieben. Immer wieder krachte das Boot hinter einer großen Welle aufs Wasser, sogar eine Scheibe ging zu Bruch. Glücklicherweise hatte niemand mit Seekrankheit zu kämpfen.IMG_9814
Puerto Baquerizo Moreno ist eine gemütliche ruhige Stadt, in der es mir schon besser gefiel. Schon im Ort gab es jede Menge Seelöwen zu beobachten. Sie schlafen zusammen gekuschelt am Strand, auf dem Pier oder Bänken. An Land verteidigen sie ihr Revier und es ist keine gute Idee mit ihnen eine Bank teilen zu wollen.

IMG_9703Wir liefen zu La Lobería, einem felsigen Strand mit einer Seelöwenkolonie. Versteckt zwischen den Felsen, lagen einige Meerechsen und Seelöwen in der Sonne. Etwas weiter den Strand entlang fanden wir noch viel mehr Seelöwen, die sich nicht von uns stören ließen. DSCN5282Wir gingen schnorcheln und schwammen mit einer entspannten Riesenschildkröte. Genauso hatte ich mir die Galápagossinseln vorgestellt!

Las Tijeretas, der Hügel des Fregattvogels, liegt westlich der Stadt hinter einem weiteren Strand, der
von Seelöwen bevölkert ist. Von einem kleinen Aussichtspunkt bietet sich ein toller Ausblick auf eine schöne Bucht, in der DSCN5509man herrlich Schnorcheln kann. Neben vielen bunten Fischen, lassen sich auch einige Riesenschildkröten blicken. Kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Tourgruppen weg sind, kann man ungestört mit Seelöwen schwimmen. Ich beobachtete drei Seelöwen,IMG_9798 die im Wasser herumtollten. Manchmal kamen sie neugierig auf mich zu und wir betrachteten uns gegenseitig. Auge in Auge! Ich habe mich immer wieder erschreckt, wenn einer von ihnen ganz knapp von hinten an mir vorbeigeschwommen ist.

Ich buchte eine Tauchtour zum Kicker Rock. Mein letzter Tauchgang war schon eine ganze Weile her, ich war schrecklich nervös, schließlich sollte ich das erste Mal mit Haien tauchen. Frank, der Divemaster nahm mich an die Hand und wir tauchten ab.SAM_3585 Ich brauchte eine ganze Weile um mich zu beruhigen und nach einer Weile konnte ich die Unterwasserwelt genießen. Und plötzlich waren sie da! Eine riesige Gruppe von Haien direkt vor uns und neben uns und überall. Galapagoshaie, Schwarz- und Silberspitzhaie und in der Ferne sah ich auch einen Hammerhai. Es war ein unglaubliches Erlebnis Seelöwen, Schildkröten und Haie gleichzeitig beobachten zu können. Zuletzt schwamm noch ein großer Rochen an uns vorbei. Dabei waren auch die leuchtend bunten Fische und die Seesterne schon sehr schön anzusehen.IMG_0350

Willkommen im Ecuador

Gegen Mitternacht erreichte der Bus die Grenze nach Ecuador. Todmüde wartete ich an den Schaltern. Als ich mit meinen Mitreisenden darauf wartete, dass die Kontrollen abgeschlossen werden und wir endlich im Bus weiterschlafen können, begann eine Gruppe junger Leute zu singen und zu tanzen. Begleitet wurden sie von mehreren Trommeln und einer Gitarre. Das nenne ich eine schöne Begrüßung!
IMG_9555Kurz nach 5 Uhr morgens kam ich in Guayaquil an. Ich unterhielt mich sehr nett mit meinem Taxifahrer, der noch versuchte das Hostel telefonisch zu erreichen, als niemand öffnete. Keiner da. Nebenan setzte ich mich in den Warteraum der Polzei. Ich plauderte mit einem Polizisten, der mich über meine Reisepläne ausfragte.
Es stellte sich heraus, dass es nicht erlaubt ist jegliche Einrichtungen des Hostels vor dem Check-in ab 15:00 zu nutzen. Ich durfte nicht einmal auf dem Sofa schlafen oder auf die Terrasse.
Da zog ich zum Malécon und beobachtete die Frühsportler. Auf dem Weg zum Markt begegnete ich Santiago aus Argentinien. Leider hatte der Markt geschlossen, wie alles in der Stadt, da Papst Franziskus zu Besuch kam. Nach einem deftigen Frühstück setzten wir uns in den Park und jonglierten ein wenig. Den Papst schaute ich mir lieber in der Liveübertragung auf der Plaza de San Francisco an. Das Programm war straff, das Kirchenoberhaupt verbrachte nicht einmal 5 Minuten pro Kirche und rauschte winkend auf seinem Wägelchen mit Frontscheibe durch die Straßen.