Die letzten Tage vor der Rückkehr in die kalte Heimat wollte ich auf einer schönen Insel verbringen. So landete ich auf Ko Rong und traf dort Miquel, Natalia und Gabriella wieder. Wir teilten uns einen urigen Bambusbungalow, der leider von mehreren Bars großzügig beschallt wurde.
Die Insel ist zwar von Touristen gut besucht, hinkt in der Entwicklung aber arg hinterher. Es gibt keine Autos und Strom nicht durchgängig. Damit kann man sich aber gut arrangieren. Es gibt viele tolle Sandstrände. Nur leider gibt es gerade an den entlegenen Stränden viele Müllecken. Ein weiterer
Wehrmutstropfen sind die Sandfliegen, die sich aber mit genügend Kokosöl fernhalten lassen. Vom Dorf gelangt man über eine abenteuerliche kleine Wanderung auf die andere Seite zum Long Beach, der sich über 6 Kilometer erstreckt. Der Sand dort ist so fein, dass er beim Laufen knirscht wie Schnee.
Es gibt eine Auswahl an den typischen westlichen Restaurants, aber im Dorf auch einfaches Khmer-Essen. Wie schon erwähnt hatte ich mit dem Essen keinerlei Probleme.
eider wurde es, als ich ein paar Tage dort war, ein wenig ungemütlich, da sich die Ausläufer des Taifuns in den Philippinen bemerkbar machten. Dies zeigte sich mit anhaltendem ständigen Wind und die unruhige See. Ich hatte schon üble Geschichten über die Fahrten mit der Fähre bei starkem Wellengang und Seekrankheit gehört. Als ich abreisen wollte, gab es Probleme mit der Fähre und ich kam im kleinen Slowboat unter. Es war wirklich gruselig, aber noch mehr als der Seegang machte mir die Sorge um meinen Rucksack zu schaffen. Der lag ganz hinten, ganz oben. Genauso wie ich und viele Mitreisende war auch er völlig durchnässt. So verbrachte ich den Abend damit meine gesamten Habseligkeiten zu trocknen und brachte alle Klamotten in die Wäsche.



















viel über das alltägliche Leben der Kambodschaner erzählt hat. So konnten wir uns auch abends mit unseren Gastgebern unterhalten. Sie zeigten stolz das Fotoalbum der Hochzeit einer ihrer Töchter. Es war eine traditionelle Feier mit 500 Gästen. Das Brautpaar, deren Eltern und die Trauzeugen wechselten alle 30 Minuten die Abendgarderobe. Mehr als die Hälfte der Fotos zeigte die Braut in mindestens zehn verschiedenen, allesamt grell bunten, Outfits. Bei den vielen Fotos und dem ständigen Umziehen hatte sie sicher kaum Zeit für die Feier an sich.
