In Puerto Vallarta verbrachten wir ein paar Tage am Meer. Leider ist die Stadt bei den US-Amerikanern sehr beliebt und dementsprechend ist das Angebot auf jene Zielgruppe ausgelegt. Die Preise sind in Dollar ausgezeichnet und wir wurden grundsätzlich auf Englisch angesprochen. An jeder Ecke will jemand etwas verkaufen. Die Taxifahrer sind so aufdringlich wie in Südostasien, die Taxifahrt aus der Stadt kostet das Doppelte wie die Anfahrt. Vor der Kirche wurde ich angesprochen, was wir uns denn heute so ansehen wollen. Es stellte sich heraus, dass der gute Mann Tourguide ist und mir eigentlich eine Stadtführung andrehen wollte. Wir liefen einen Hügel hinauf, auf der Suche nach einer schönen Aussicht, und wurden prompt gefragt ob wir nicht ein Haus mieten wollen. Aber andererseits haben wir auch ein paar schöne Souvenirs gefunden und bummelten durch die Stadt.
Wir fanden ein gemütliches Buffett-Restaurant und genossen neben der großen Auswahl auch die Klimaanlage. Wolfgang lobte das ausgezeichnete Fleisch, das beste, das er bisher in Mexiko gegessen hatte. Es war wirklich gut, nur war es Soyafleisch, denn wir aßen in einem vegetarischen Lokal.
Wir verbrachten einen Tag in Yelappa. Das kleine Dorf erreicht man mit einem Taxiboot. Das Dorf an sich ist weder besonders schön noch interessant, aber es gibt einen hübschen Wasserfall, der zum Baden einlädt. Auf dem Weg zum Strand mussten wir einen Wasserlauf überqueren. Zum Glück zog uns ein älterer Herr namens Valentin in seinem Kahn auf die andere Seite. Er stapfte neben uns her durch das trübe Wasser bis zum Strand.

Am 15 . September wird der der Dia de la Independencia, der Unabhängigkeitstag gefeiert. Schon seit Wochen sind die
zentralen Plätze Mexikos in den Nationalfarben geschmückt und überall werden passende Accessoires verkauft. Am Abend des 15. tritt der Präsident um 23:00 auf den Balkon des Nationalpalastes am Zócalo in Mexiko-Stadt und verkündet „Viva México! „. Dieser grito, wird im ganzen Land gefeiert. Es gibt Konzerte und Feuerwerk.
Mittags zog auf der Uferpromenade eine Parade vorüber. Darunter auch viele Reiter in typischen Trachten. Auch einige Kinder waren dabei. Allen sah man an wie sehr ihnen die unerbittliche Mittagssonne zusetzte.
Wir feierten in einer Sportsbar. Den engagierten, aber noch
unerfahrenen Kellner überforderten wir mit unseren vielen Fragen zum Menü.
Wolfgang entdeckte Micheladas (Bier mit Zitronensaft, Tabasco und Salzrand). Mutti und ich hielten uns eher an Margaritas. Es gab herrlichen gegrillten Fisch und Tostadas mit Ceviche.
Ein schönes Video über Mexiko: Asi se siente México
Der eigentliche Feiertag ist der 16. September. Dieser kam wie alle Feiertage wieder ganz überraschend. Vor zwei Wochen hatte ich unsere Rückflüge in die Hauptstadt gebucht. Eine Woche später wurde mir mitgeteilt, dass der Flug um mehrere Stunden verschoben wird. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass der internationale Flughafen in Mexiko-Stadt für 5 Stunden geschlossen wird, da -wie jedes Jahr- eine Flugschau stattfindet. Auch mit der imaginären 90-jährigen Dame, die unter keinen Umständen so spät fliegen kann und einen straffen Zeitplan einhalten muß, hatte niemand Mitleid. Danke Matty, es war großartig dir beim Telefonieren zuzuhören!