Von Chiang Mai aus buchte ich die Slowboattour nach Luang Prabang.
Zuerst ging es mit dem Minivan nach Chiang Khong. Der Fahrer heizte durch die Berge und schnallte sich nur an, wenn eine Verkehrskontrolle in Sicht war. Wer zu langsam war und den Weg versperrte, wurde mit verschiedenen Melodien weggehupt.
Wir machten einen kurzen Zwischenstopp im Wat Rong Khun in Chiangrai, der aussiehst wie der Palast der Schneekönigin.

Das Innere ist in erstaunlich ruhigen Gelbtönen gehalten. Auf dem Wandbild kämpfen Batman, Spiderman, Superman, Elvis, Michael Jackson und der Kungfupanda Seite an Seite, leider darf man dort keine Fotos machen.
Nach einer Übernachtung in Chiang Khong ging es über die Grenze. Schon dort wurden wir mit der laotischen Langsamkeit konfrontiert. Anstellen an dem einen Schalter um Pass und Foto abzugeben, danach wieder anstellen um die Visagebühr zu bezahlen und den Pass abzuholen. Unser Guide hielt eine Rede darüber wichtig es ihm wäre dass wir uns wohl fühlen, eine tolle Zeit in Laos haben und dass er sich um gute Plätze im Slowboat für uns kümmert, danach verkaufte er Reservierungen für Hotelzimmer in Pakbeng … Nun war das Boot aber schon voll als wir ankamen und die anderen Reisenden entnervt, da unsere Gruppe fast 2 Stunden zu spät kam. Die „reservierten“ Plätze gab es gar nicht, da die ausrangierten Bussitze gar nicht nummeriert waren.
In gemächlichem Tempo fuhren wir auf dem Mekong nach Pakbeng.
Die Landschaft war schön, änderte sich aber nicht wesentlich. Viel Grün, Wald, Sandbänke, Wasserbüffel, nur einzelne Hütten mit spielenden winkenden Kindern und einfache Holzboote. Es blieb also viel Zeit um die Mitreisenden kennenzulernen und dösend die vorbeiziehenden Hügel zu beobachten.
In Pakbeng traf uns die laotische Gastfreundlichkeit wie ein Schlag ins Gesicht. Der Wagen, der uns zum Guesthouse bringen sollte, nahm nicht alle mit und so hetzte uns ein grantiger Laote mit den Rucksäcken den Hügel hinauf. Mein Fuß und ich fanden das gar nicht witzig. In der Unterkunft ging der Ärger und das Gezicke weiter. Zumindest hat er alle Gäste gleich angemault.
Am nächsten Morgen ging es schon früh los nach Luang Prabang mit einem kleineren, aber nicht weniger lauten Slowboat. Langsam wurde der Mekong breiter, die Felsen höher und die Hütten und Häuser etwas zahlreicher.
Wir kamen überraschend früh in Luang Prabang an, bisher waren die Zeitangaben eher ein grober Anhaltspunkt. Da das Boot 10 Kilometer vor der Stadt anlegte, waren natürlich einige Tuk-Tuks zur Stelle. Hier zeigte sich nun die hoffentlich wahre Gastfreundlichkeit Laos. Es ergab sich eine Mitfahrgelegenheit in die Stadt und der nette Herr lehnte tatsächlich jegliche Bezahlung ab. Leider war in seinem Hotel kein Zimmer mehr frei.