Der Himmel über Los Angeles wirkt riesig und strahlt in einem ganz besonderen Blau. Die ausladenden Strassen und die niedrigen Häuser vermitteln eine ungewohnte Weite.
Eigentlich hatte ich über Couchsurfing eine Unterkunft für die zwei Tage in Los Angeles gesucht, aber letztendlich verbrachte ich meinen ersten Nachmittag in der Stadt mit Vanny. Sie holte mich vom Flughafen ab und wir fuhren nach Camillo, ein Outlet-Shopping-Center. Wenn Einkaufen nicht eine typisch amerikanische Beschäftigung ist! Und es war auch das Einzige das ich in L.A. wirklich vorhatte. Ich wollte vor dem teuren Australien noch einige meiner Sachen ersetzen. Es ist ungewohnt die Kreditkarte selbst durch das Lesegerät zu ziehen. Swisch! Ui…das macht richtig Spaß! Ich kann mir gut vorstellen wie eine Kaufsucht entsteht… Die Angebote sind sehr verlockend. Das zweite Teil für die Hälfte! Rabatte von 40% oder 60%! Bezahlen macht sogar Spaß, wenn der endgültige Preis doch niedriger ist als ausgezeichnet. Ich konnte mich gerade noch beherrschen, da ich das ganze Zeug noch eine Weile lang herumtragen muss.
Nach dem ausgiebigen Einkaufsbummel zeigte mir Vanny die fantastische Eisdiele Yogurtland. Ich wollte schon immer einmal selbst Softeis zapfen! Zuerst darf man verschiedene Sorten Softeis probieren und füllt den Becher ganz nach Belieben, dazu gibt es soviel Süßes, Nüsse oder Obst wie man will. Bezahlt wird nach Gewicht. Mmmh!
Mein Hostel lag direkt am Venice Beach. Wie man es noch aus Baywatch kennt, stehen in regelmäßigen Abständen die Wachtürme der Rettungsschwimmer. In der Ferne sieht man den Santa Monica Pier mit den Fahrgeschäften.
Bei einem Spaziergang über den Boardwalk
kann man wunderbar Leute beobachten. Neben Surfern jeder Alterstuffe, Hippies, Touristen, Skateboardern, gibt es auch eine Reihe Obdachlose und Drogendealer. Nachmittags reihen sich die verschiedensten Stände aneinander. Es sieht so aus als ließe sich hier mit wirklich allem Geld machen. Es gibt Wahrsager und Handleser, Witz gegen Cola, einen Hund im Bikini und eine richtig gute Tanzshow zum Mitmachen. Interessant sind die Green Doctors. Für nur 40 $ stellen sie ein Rezept für Marihuana aus, man muss nur die richtigen Symptome nennen.

Nachdem ich morgens all die entspannten Fahrradfahrer beobachtet hatte -ich hab noch nie soviele Tandems gesehen- wollte ich auch am Strand
entlang radeln. Mit ein paar anderen
Leuten aus dem Hostel rollten wir
Richtung Süden. Wir fuhren um die Marina herum, mit den unzähligen beeindruckenden Yachten und sahen auch ein paar Seelöwen in der Sonne dösen. Wir aßen einen riesigen Burger, angeblich der beste der Stadt, und radelten entspannt zurück.
Eigentlich wollten wir zu viert, mit zwei Indern aus London und einer Holländerin, zum Sonnenuntergang zum Hollywoodzeichen fahren, aber Los Angeles ist auch bekannt für seine Staus und so kamen wir leider zu spät. Trotzdem machten wir es uns mit Aussicht auf die großen Buchstaben und die Lichter der Stadt mit einem Bier gemütlich und unterhielten uns unter anderem über arrangierte Ehen in Indien.

Mole ist eine dunkelbraune dicke Sauce, die aus einer Paste aus verschiedenen Chilis, Nüssen und Schokolade hergestellt wird. Typischerweise wird sie mit gekochtem Hühnerfleisch und Reis genossen. Mole schmeckt aber auch mit Enchiladas, Tortillas gefüllt mit Hühnerfleisch, sehr lecker.
Chiles en Nogada haben jährlich nur einen Monat lang Saison und die Mexikaner freuen sich das ganze Jahr lang darauf. Eine große grüne ganz bestimmte Sorte Paprika (Poblano) wird mit einer süßlichen Mischung aus Hackfleisch, Rosinen und Trockenfrüchten gefüllt. Dazu gibt es eine helle Soße mit Sahne und Nüssen. Obenauf werden dekorativ ein paar Granatapfelkerne gestreut. Gegessen wird das Nationalgericht kalt und manchmal kann die Paprika auch recht scharf sein.
Meine Freundin Erika hat mich für einige Tage bei sich aufgenommen. Am Sonntagmorgen frühstückten wir ausgiebig mit ihrem Freund Louis und fuhren danach mit ihren Eltern nach Xochimilco, die mexikanische Antwort auf den Spreewald. Ein schöner Ort um den Sonntag mit Familie und Freunden zu verbringen. Als ich vor 19 Jahren zum ersten Mal hier war, waren die Boote noch mit Blumen geschmückt. Heute sind es bemalte Bretter oder Papierblüten.
Nach einem großen Abschiedsessen mit der Familie und einem grandiosen Käsefondue, das für mich aus der Schweiz organisiert worden war, war es leider schon Zeit für Mutti und Wolfgang zurück nach Deutschland zu fliegen.
In Puerto Vallarta verbrachten wir ein paar Tage am Meer. Leider ist die Stadt bei den US-Amerikanern sehr beliebt und dementsprechend ist das Angebot auf jene Zielgruppe ausgelegt. Die Preise sind in Dollar ausgezeichnet und wir wurden grundsätzlich auf Englisch angesprochen. An jeder Ecke will jemand etwas verkaufen. Die Taxifahrer sind so aufdringlich wie in Südostasien, die Taxifahrt aus der Stadt kostet das Doppelte wie die Anfahrt. Vor der Kirche wurde ich angesprochen, was wir uns denn heute so ansehen wollen. Es stellte sich heraus, dass der gute Mann Tourguide ist und mir eigentlich eine Stadtführung andrehen wollte. Wir liefen einen Hügel hinauf, auf der Suche nach einer schönen Aussicht, und wurden prompt gefragt ob wir nicht ein Haus mieten wollen. Aber andererseits haben wir auch ein paar schöne Souvenirs gefunden und bummelten durch die Stadt.
Wir verbrachten einen Tag in Yelappa. Das kleine Dorf erreicht man mit einem Taxiboot. Das Dorf an sich ist weder besonders schön noch interessant, aber es gibt einen hübschen Wasserfall, der zum Baden einlädt. Auf dem Weg zum Strand mussten wir einen Wasserlauf überqueren. Zum Glück zog uns ein älterer Herr namens Valentin in seinem Kahn auf die andere Seite. Er stapfte neben uns her durch das trübe Wasser bis zum Strand.
zentralen Plätze Mexikos in den Nationalfarben geschmückt und überall werden passende Accessoires verkauft. Am Abend des 15. tritt der Präsident um 23:00 auf den Balkon des Nationalpalastes am Zócalo in Mexiko-Stadt und verkündet „Viva México! „. Dieser grito, wird im ganzen Land gefeiert. Es gibt Konzerte und Feuerwerk.
Mittags zog auf der Uferpromenade eine Parade vorüber. Darunter auch viele Reiter in typischen Trachten. Auch einige Kinder waren dabei. Allen sah man an wie sehr ihnen die unerbittliche Mittagssonne zusetzte.
unerfahrenen Kellner überforderten wir mit unseren vielen Fragen zum Menü.
Ich liebe diese Stadt!
Wir erkundeten die vielen schönen Plätze der Stadt und die verwinkelten Gassen. Am Jardín de la Unión tummeln sich den ganzen Tag lang die Mariachis, sie singen gegeneinander an oder dösen auf den Bänken. Vor dem Theater unterhält ein Pantomime die Passanten. Wenn man lange genug auf den Stufen des Theaters sitzt, kann man die ganze Stadt beim Flanieren beobachten.
Wir machten unsere eigene Schlemmer-Tour. Zum Mittagessen probieren wir in den Garküchen am Mercado Hidalgo Pozole (Eintopf mit gekochtem Mais).
Chocolaterie Xocolatl, und probierten uns durch die verschiedenen Pralinen, heiße Schokolade mit Chili und Kardamom. Auf der Straße gibt es Mais mit Mayonnaise oder Crème fraîche mit Käse und scharfer Sauce. Als krönenden Abschluss entschieden wir uns gegen das schicke Restaurant und für unwiderstehliche Tacos al Pastor.
Teilnehmer durch die Straßen. Sie machen Witze, tanzen und erzählen Geschichten über die Stadt. Dazu gibt es einen Keramikbecher und etwas zu trinken. Leider regnete es. Wir drängten uns in eine überdachte Gasse und zogen durch die Tunnel. In Guanajuato gibt es wenig Autoverkehr, die Straßen sind einfach zu eng. Daher ist die Stadt untertunnelt um dem Touristenaufkommen Herr zu werden. Es war ein lustiger Abend. Dabei lernte ich Odelia aus Monterrey kennen, mit ihr erkundete ich in den nächsten Tagen das Nachtleben der Stadt.
Wir wohnen bei Günther und Matty in ihrem schicken Haus mit Blick über den See und lassen uns verwöhnen. Schon am Morgen gibt es ein ausgiebiges Frühstück auf der Terrasse. Neben Obst und Gebäck gibt es etwas Deftiges wie Enchiladas (Tortillas in Sauce gebacken) oder Tamales (gedämpfte Maispasteten).
Das Mittagessen wird noch umfangreicher zelebriert. Im Garten gibt es la botana (Appetithäppchen), bestehend aus Käse, Crackern, Nüssen, Austerncreme, Schinken, dazu Wein oder Tequila.
Bei einer Spritztour mit dem Motorboot genießen wir die Aussicht auf die Umgebung aus einem anderen Blickwinkel.
Sie ist Hebamme und vor einigen Jahren gab sie mir eine Führung durch eine Privatklinik in Mexiko-Stadt. Die marmorne Eingangshalle erinnerte eher an ein Einkaufszentrum, die Zimmer an ein Sternehotel. Als ich hier zum ersten Mal bei einem Kaiserschnitt zusehen durfte, war der werdende Vater anwesend, filmte die ganze Prozedur und sein Handy gab den passenden Soundtrack dazu.

ein Museum. Es bietet Einblicke in das bewegte Leben und Werk der Künstlerin.
